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Die Diagnose

Die klinische Diagnose im Jahr 2002

Zwei Jahre später erhielt ich in der Freiburger Uniklinik eine klinische Diagnose: MS Multiple Sklerose. Ich fühlte mich wie erschlagen. Würde die Welt um mich herum einstürzen?

Die Multiple Sklerose - abgekürzt MS - ist eine chronisch entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, bei der es zur Entmarkung bestimmter Nervenfasern kommt. Das Mark (Myelin) ist eine fetthaltige Schicht um diese Nervenfasern. Der Name Multiple Sklerose bedeutet "vielfache Vernarbungen" in der weißen Substanz von Gehirn und Rückenmark. Nach heutigem Wissensstand ist MS nicht heilbar. 120000 Menschen sind in Deutschland betroffen. Multiple Sklerose hat unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper. Neben den bei mir bereits im Anfangsstadium aufgetretenen Sehstörungen gehören motorische Störungen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl und Sprachbeeinträchtigungen zu den typischen Bildern der Multiplen Sklerose.

Nach der Diagnose fand ich Halt und bekam viel Unterstützung in der Freiburger MS-Gruppe BALANCE. Viele Freunde aus dieser Zeit werden mich am 19. April bei der Abfahrt aus Freiburg ein Stück begleiten.

Spirale in die Unbeweglichkeit

Sohn und Papa als Radfahrer

Ein Sportfreak war ich nie. Die Bewegung war trotzdem ein wichtiger Teil meines Alltags. Das Radfahren war mein Metier. Nach den Anforderungen im Betrieb auf dem Fahrrad sitzen zu können, das war für mich der Ausgleich. Ein 28-Zoll-ATB (All-Terrain-Bike) nahm ich als das für mich optimale Werkzeug für die Bewegung. Mit meinem Rad fuhr ich gerne über die Waldwege im Odenwald.

Als mein erster Sohn (3 sind es insgesamt) geboren war, montierte ich sofort einen Kindersitz. Der kleine Kerl sollte ja möglichst bald die Welt aus der Perspektive des Radfahrers erleben. Diese Radfahrlust ist bei ihm bis heute geblieben. Sein Sportgerät ist ein Rennrad.

Mit dem Beginn der MS war alles das nicht mehr möglich. Die Sehprobleme beeinträchtigten das Radfahren. Wesentlich stärkere Einschränkungen brachten die Gleichgewichtsstörungen. Ein Fahrrad braucht einen Radler, der das Gleichgewicht halten kann. Sonst fällt er vom Rad. Ebendies geschah mir damals recht oft.

Es begann ein Kreislauf nach unten. Um der MS entgegenzuwirken, hätte ich mich mehr bewegen müssen. Doch ich verlor die Motivation und den Mut wegen der bestehenden körperlichen Einschränkungen.

Konnte es Hoffnung für mich geben? Lesen Sie bitte weiter... Ein neuer Weg

 

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