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Presseinfos

Kurzvorstellung der Selbsthilfegruppe

Pressemitteilung Radfahrlust-Tour 2017


PRESSEMITTEILUNG

Darmstadt, 31.08.2017

Radfahrlust 2017: „Freiheit, Teilhabe, Toleranz“
MS-Betroffene unterwegs um Beelitz und Berlin


Vom 9. bis zum 16. September ist die Selbsthilfegruppe „Radfahrlust“ unter der Schirmherrschaft von Christian Wulff, Bundespräsident a. D. in und um Berlin auf Spezialrädern unterwegs. Die Radler leiden an Multiple Sklerose, eine Krankheit, die häufig mit Gleichgewichts- und Sehproblemen einhergeht. Zweiradfahren ist dann oft nicht mehr möglich. Wie gut, dass es inzwischen zahlreiche Hersteller von Spezialrädern gibt, die das Radfahren für Menschen mit Einschränkungen wieder möglich machen. Dazu gehören beispielsweise HP Velotechnik, Hasebikes, ICLETTA und Anthrotech, die ihre Spezialräder für die Tour leihweise zur Verfügung stellen.

Die rund einwöchige Tour steht unter dem Motto „Freiheit, Teilhabe, Toleranz“. „Es geht zum Einen um die neugewonnene Freiheit auf drei Rädern. Für viele neurologisch Erkrankte bedeutet das Liegedreiradfahren eine Befreiung aus ihrem begrenzten Aktionsraum.“, so Klaus Vock, Initiator und Leiter der Selbsthilfegruppe, die unter dem Dach der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft im Landesverband Hessen angesiedelt ist. „Das spontane Fortbewegen aus eigener Kraft öffnet schließlich auch Türen für die so wichtige Teilhabe am kulturellen und politischen Leben.“ Das wollen die schwerbehinderten Radfahrer unter Beweis stellen, indem sie beispielsweise gemeinsam den Reichstag und das Paul-Löbe-Haus besuchen, wo Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries die Gruppe zu einem Gespräch empfängt. Anschließend werden sie im Fahrradkorso durch das Brandenburger Tor hindurch auf den Pariser Platz fahren, wo der DMSG Landesverband Berlin mit einem Infostand vertreten sein wird. „Nicht zuletzt wollen wir natürlich auf uns, also Menschen mit Handicaps, aufmerksam machen und für Toleranz werben“, führt Vock weiter aus.

Ihr Quartier hat die MS-Selbsthilfegruppe in der Spargelstadt Beelitz bei Potsdam im Logistikbataillon 172 der Bundeswehr aufgeschlagen. „Als das Logistikbataillon 172 davon erfuhr, dass ein radelnder Trupp von MS-Betroffenen bei Berlin ein Gemeinschaftquartier sucht, war sofort klar: Hier kann die Bundeswehr helfen!“, sagt Stabsfeldwebel Matthias Höfler. Die Bundeswehr hat es arrangiert, dass die aus ca. 50 Betroffenen und Helfern bestehende Gruppe im Mehrzwecksaal der Hans-Joachim-von-Zieten-Kaserne nächtigen kann, versorgt von der angrenzenden Kasinoküche. „Der Bundeswehr ist es ein Bedürfnis und eine echte Freude, jenseits des militärischen Auftrags etwas an die Gesellschaft zurückgeben zu können, und zwar an die Menschen, die es aufgrund von Krankheit oder Behinderung besonders schwer haben.“, so Höfler weiter.

Von Beelitz aus werden die Radfahrlustigen täglich ausschwärmen und das Wald- und Havelseengebiet erkunden. Unter anderem wird die Selbsthilfegruppe im Stadtschloss Potsdam von Jürgen Dusel (Behindertenbeauftragter der Landesregierung Brandenburg) und Marianne Seibert (Vorsitzende der DMSG, Landesverband Brandenburg e.V.) empfangen werden, verbunden mit einer Führung durch den Landtag.

Nähere Informationen, Bilder und Videos unter: www.radfahrlust.de

Kontakt:
Anke Vetter
mail@radfahrlust.de
0163/ 92 50 753

Pressemitteilung als PDFGrußwort des Schirmherren hier


Radfahrlust-Broschüre


Freiheit auf drei Rädern

Die Selbsthilfegruppe Radfahrlust hat eine reich bebilderte Broschüre herausgegeben.
Sie dokumentiert, welche Idee hinter der Radfahrlust steht, was die Gruppe bisher unternommen hat und welche weiteren Pläne es gibt. Es werden die Menschen gezeigt, die die Radfahrlust bisher unterstützt haben. Und es gibt ein eigenes Kapitel zum Thema "MS und Sport".

Die Broschüre umfasst 20 Seiten im A4-Format und kann hier auch als pdf-Datei [2.267 KB] heruntergeladen werden.